Herdenimmunität/Herdenschutz

Herdenschutz bzw. Herdenimmunität ist neben dem Argument der Grundimmunisierung, eines der beliebtesten Argumente der Befürworter in Impfdiskussionen zu sein.

Um dieses angebliche Argument zu entkräften , dass geimpfte Tiere ungeimpfte Tiere mitschützen sollen, stellen wir hier die Frage:“ Was ist Herdenimmunität?“

Hierzu übernehmen wir eine sehr detaillierte Informationsquelle

Grundlagen

  • Jede Infektionskrankheit hat eine charakteristische so genannte Basisreproduktionszahl R0
  • Diese ist ein Maß für die Infektiosität der Erkrankung – wieviele Ungeschützte steckt ein Erkrankter sekundär an? Kurz gefasst: je höher diese Zahl, desto ansteckender die Erkrankung.
  • Aus dieser „Basisreproduktionszahl“ ist die Herdenimmunitätsschwelle errechenbar – wieviele Menschen müssen gegen eine Erkrankung immun sein, damit eine Herdenimmunität auftritt, die auch an sich Ungeschützte vor der Ansteckung schützt?
  • Beispiele für diese Werte sind (Smith 2010, Fine 1993)

 

R0 WerteSmith2010

 

  •  In der Diskussion wird in der Regel völlig ignoriert, dass diese Berechnungen nicht primär für Impfungen gedacht sind, sondern mathematische Modelle zum Berechnen epidemiologischer Phänomene bei Krankheitsausbrüchen darstellen.
  • Die angenommene Immunität meint also nicht primär oder gar ausschließlich eine Impf-Immunität!
  • Die „Herdenimmunitätsschwelle“ ist also überhaupt nicht das gleiche, wie eine „Durchimpfungsrate“ für die Impfung gegen die entsprechende Erkrankung, sondern sie beschreibt den notwendigen Prozentsatz tatsächlich immuner Menschen in der Bevölkerung.
  • Wenn man die Herdenimmunität als Argument für Impfungen und Impfstrategien verwenden will und die „Herdenimmunitätsschwelle“ mit der notwendigen Durchimpfungsrate gleich setzt – was in der aktuellen Impfdiskussion regelmäßig gemacht wird – müsste der entstehende Impfschutz dem Schutz durch die durchlebte Erkrankung gleichwertig sein bezogen auf:
    • Schutz des Einzelnen – 100% der Geimpften müssten 100% Schutz haben
    • Schutzdauer – es müsste ein (lebens-)lang anhaltender Schutz ohne die Notwendigkeit der „Auffrischung“ durch Kontakt zum Wilderreger entstehen
    • Schutz der Gemeinschaft – die Impfung müsste vor Ansteckung und Erkrankung undÜbertragung in gleichem Maße schützen (und das ist keineswegs das gleiche, s.u. das Beispiel Polio oder Pertussis)
  • Derzeit erfüllt kein verfügbarer Impfstoff diese Anforderungen! Quelle

 

Herdenschutz bzw. Herdenimmunität ist ein Argument, dass nicht haltbar ist!

Zwar ist diese Erklärung aus der Humanmedizin, doch  das ist unerheblich – die Begründung ist absolut identlisch

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Grundimmunisierung beim Welpen – was bedeutet das?

Erklärung der Pharmaindustrie:

Als Grundimmunisierung bezeichnet man die Immunisierung eines Organismus durch eine oder mehrere Impfungen, die zu einer belastbaren Immunität führen, d.h. für den Aufbau eines stabilen Immunschutzes notwendig sind.

Der durch die Grundimmunisierung erreichte Immunschutz kann durch regelmäßige Auffrischimpfungen erhalten bleiben. Quelle

Diese Behauptung verunsichert sehr viele Tierhalter, weil diese Bezeichnung „Schutz gegen Krankheiten“ bedeutet.

Der Körper des Tieres/Menschen hat die Fähigkeit mit Hilfe von Gedächtniszellen Antikörper gegen erfolgreich bekämpfte Krankheiten zu speichern.
Somit wird ein Tier geschützt sein, wenn es erneut Kontakt mit dieser Krankheit bekommt.

Wir kennen das bei uns Menschen mit Masern, Windpocken usw. dass wir lebenslang geschützt sein sollen ( stimmt auch nur bedingt), wenn wir die Krankheit schon einmal hatten ( stimmt allerdings nur, wenn exakt der gleiche Virencoktail auf den Organismus trifft = siehe  Genshift)

Der Körper hat Antikörper für eine Infektions-Krankheit abgespeichert und sollte uns diese Krankheit erneut infizieren wollen, kann diese dem Organismus nichts mehr anhaben, weil der Körper blitzschnell genug Antikörper bilden kann.

Was hat die Immunisierung mit Impfen zu tun?

Über viele Jahrzehnte wurde uns Laien erklärt, dass bei einer Impfung dem Körper ein abgeschwächter Erreger injiziert wird (das betrifft nur die sogenannten Lebendimpfstoffe). Der Körper würde gegen diese Krankheiten (beim Hund Staupe, Parvovirose und Tollwut) Antikörper bilden. Diese Antikörper würden in den Gedächniszellen gespeichert und den Hund schützen.

Warum nachimpfen, wenn die Gedächniszellen speichern???

Definition Gedächniszellen:

Gedächtniszellen sind Zellen des Immunsystems. Sie sind verantwortlich für das immunologische Gedächtnis im Körper von höheren tierischen Lebewesen.
Man unterscheidet T-Gedächtniszellen und B-Gedächtniszellen.

Bei B-Gedächtniszellen handelt es sich um spezialisierte B-Zellen, die aus aktivierten B-Zellen hervorgehen. Bei erneutem Kontakt mit demselben Antigen werden sie sofort aktiviert und können innerhalb weniger Stunden eine Immunreaktion auslösen, die ein Ausbrechen einer Infektion verhindert. Gedächtniszellen können so über Jahre einen Impfschutz aufrechterhalten.
Auch T-Lymphozyten können nach ihrer Aktivierung zu Gedächtniszellen, den sogenannten T-Gedächtniszellen differenzieren. 
Quelle

Verwirrend, denn einerseits wird erklärt:

der Körper hat durch eine erfolgreich bekämpfte Infektion Antikörper gebildet und dadurch einen lebenslangen Schutz aufgebaut.

Dagegen wird ebenfalls behauptet:

Wird der Körper mit Lebend-Impfstoffen infiziert, dann bildet er angeblich auch Antikörper und diese sollen auch von den Gedächniszellen gespeichert werden, aber die werden vergessen…………???

ODER WARUM SOLLEN WIR NACHIMPFEN ?????

Nachimpfen sollen wir nur, weil „man“ ja nicht weiß, ob die Impfung wirksam ist.
Das könnte man nur über einen Titernachweis, der nicht aussagekräftig ist  LINK, 

Einmal zusammengefasst:

  • Impfungen sollen schützen, aber weil man nicht weiß ob eine Impfung ihre Wirksamkeit erfüllt, impft man vorsichtshalber immer wieder nach.
    Es sei denn wir haben einen „Titernachweis vor der ersten Impfung“ und einen Vergleich „Titer nach der Impfung“.
    Anhand des Titers wird dann ermessen, ob ein Impfschutz besteht oder nicht…
  • Widerspruch – Die Höhe des Titer sagt nichts über den Impfschutz aus LINK
    Trotzdem akzeptieren sogar Tierärzte Titerergebnisse als Nachweis für einen angeblichen Impfschutz.
  • Lebendimpfstoffe brauchen nur einmalig geimpft werden, wenn nach der 16. Woche geimpft wurde oder man mit Nachweiß des „Titers“, der vor und nach der Impfung nachgewiesen wurde, einen angeblichen Impfschutz bestätigt.
  • Widerspruch – Die Höhe des Titer sagt nichts über den Impfschutz aus LINK
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